Vorbereitung Vorstellungsgespräch Teamleiter

Wie fügen Sie als Teamleiter die Mitarbeiter optimal zusammen?

Das Vorstellungsgespräch. Chance und gleichzeitig Risiko. Schließlich müssen Sie innerhalb kürzester Zeit einen oder sogar mehrere wildfremde Menschen von sich überzeugen. Dieser Druck wird umso größer, je mehr Verantwortung der neue Job mit sich bringt. Wenn an der neuen Arbeitskraft auch die Motivation und das Engagement von weiteren Mitarbeitern hängen, trägt das Unternehmen ein hohes Risiko. Aus diesem Grund werden Sie bei der Bewerbung als Teamleiter im Vorstellungsgespräch einer gründlichen Prüfung unterzogen. Das ist keine einfache Aufgabe. Gibt es eine Methode für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch als Teamleiter, mit der Sie Im Gespräch überzeugen?

Ein einfaches Erfolgsrezept für das Vorstellungsgespräch als Teamleiter gibt es nicht. Dafür hängt das Gespräch an zu vielen Faktoren. Selbst Ihre persönliche Bestleistung macht letztlich nur 50% der Entscheidung aus, da Sie auf die Gedanken Ihres Gegenübers keinen Einfluss haben. Aber Ihre 50% können Sie bestmöglich nutzen und genau das lernen Sie hier. Als Teamleiter wird nicht nur Wert auf Ihre fachliche Eignung, sondern auch auf Ihre Persönlichkeit gelegt. Indem Sie diese beiden Komponenten miteinander verbinden, sichern Sie sich die besten Chancen.

Manchmal ist es allerdings gar nicht so einfach, alle Punkte einer gründlichen Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch als Teamleiter zu bedenken. Welches Wissen müssen Sie mitbringen? Gibt es Regeln bei der Kleiderwahl? Was gibt es beim ersten Eindruck zu beachten? Wie schaffen Sie es, Selbstbewusstsein und Führungsstärke auszustrahlen? Welche typischen Fragen erwarten Sie und wie gehen Sie mit schwierigen Fragen um? Fragen über Fragen, die am besten gründlich vorbereitet werden. Indem Sie die folgenden zehn Schritte nacheinander abarbeiten, gelingt Ihnen genau das.

 

#1 Wissen ist alles: Unternehmen, Job, Erfahrungen

Die wichtigste Basis für ein erfolgreiches Gespräch, das offene Fragen auf beiden Seiten beantwortet, ist eine gründliche fachliche Vorbereitung. Sie sollten nicht nur bestens über den angestrebten Job, sondern auch über das Unternehmen selber bescheid wissen. Außerdem müssen Sie auch schlüssig begründen können, warum gerade Sie als Teamleiter auf diesem Gebiet geeignet sind. Dafür gehen Sie am besten die folgenden Punkte durch.

  1. Der Job. Studieren Sie die Stellenanzeige. Welche Aufgaben sind dort genannt und welche Verantwortlichkeiten kommen auf Sie zu? Es kommt darauf an, ein so realistisches Bild wie möglich vom Joballtag zu bekommen. Eine hervorragende Möglichkeit dafür ist auch ein Gespräch mit einem derzeitigen Mitarbeiter, der in dieser Position gearbeitet hat.
  2. Das Unternehmen. Ihr angestrebter Job wird höchstwahrscheinlich von mehreren Unternehmen angeboten. Warum bewerben Sie sich aber ausgerechnet für diese Stelle? Begründen Sie Ihre Wahl mit fundierten Informationen, die das Unternehmen betreffen. Das kann die Unternehmensphilosophie sein, bestimmte Vorteile wie Dienstreisen oder Aufstiegsmöglichkeiten aber auch Chancen wie internationale Kontakte oder Forschungsschwerpunkte.
  3. Ihre Erfahrungen. Auch wenn Sie bereits über 20 Jahre Berufserfahrung mitbringen, zählt das kaum, wenn es sich dabei nicht um relevante Praxiserfahrung handelt. Gerade als Teamleiter müssen Sie den fachlichen Überblick behalten. Gehen Sie daher alle Ihre Referenzen durch: Welche Stellen qualifizieren Sie in besonderem Maße für welche Aufgaben?

Haben Sie sich zu jedem Punkt Notizen gemacht? Dann ist es jetzt an der Zeit für die erste Übung. Erzählen Sie frei, was Sie alles erfahren haben. Am besten klappt das vor dem Spiegel oder mit Freunden und Familie.

 

#2 Vorbereitung Vorstellungsgespräch Teamleiter: Rahmenbedingungen

Manchmal sitzt die fachliche Vorbereitung perfekt und der Termin kann kommen. Kurz vorher stellt sich dann aber doch der Stress ein, da wichtige Rahmenbedingungen vergessen wurden. Das kann Ihre ganze Arbeit zunichte machen. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf Formalien, wie die folgenden zu achten:

  • Ist der Termin von beiden Seiten bestätigt? Vergessen Sie nicht, auf die Einladung innerhalb von drei Werktagen zu antworten.
  • Haben Sie die Anfahrt inklusive einem Zeitpuffer sorgfältig geplant? Es können immer wieder Staus oder ausgefallene Züge dazwischen kommen. Notieren Sie sich für den Notfall die Telefonnummer Ihres Ansprechpartners.
  • Wissen Sie, nach wem Sie im Unternehmen fragen müssen? Manchmal wissen die Mitarbeiter an der Rezeption nichts von dem Vorstellungsgespräch. Das passiert oft in großen Unternehmen.
  • Wissen Sie, an welchem Firmenstandort das Vorstellungsgespräch stattfindet? Stellen Sie sicher, dass Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
  • Haben Sie genügend Zeit eingeplant? Für diesen Termin sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, um Stress zu vermeiden.

Haken Sie die einzelnen Punkte ab und vergessen Sie nichts. So können Sie entspannt in den Termin gehen.

 

#3 Das richtige Outfit: Wie finden Sie es?

Die Kleiderwahl im Vorstellungsgespräch ist ein kontroverses Thema, da es keine allgemein verfügbaren Standards gibt. Die Zeiten von starren Anzügen und Kostümen in Vorstellungsgesprächen sind bis auf wenige Ausnahmen vorbei. Allerdings werden gerade Teamleiter besonders unter die Lupe genommen, da Sie im Unternehmen eine Art Vorbildcharakter symbolisieren.

Der wichtigste Tipp an dieser Stelle lautet: Informieren Sie sich über den Dresscode des Unternehmens. Generell ist es immer zu empfehlen, in einer Garderobe zu erscheinen, die der Ihres Vorgesetzten entspricht. Diese Ähnlichkeit baut Brücken und schafft Sympathiepunkte. Die einfachste Möglichkeit, das in Erfahrung zu bringen, ist die persönliche Abgabe der Bewerbungsunterlagen im Unternehmen.

Sollte Ihnen das nicht möglich sein, dann können Sie sich branchenspezifisch informieren. Unabhängig davon gelten allerdings Standards wie saubere und gepflegte Kleidung, zurückhaltende Farben und passendes Schuhwerk.

 

#4 Der erste Eindruck: Darauf kommt es an

Sie haben alle Informationen gesammelt, das passende Outfit gewählt und die Anfahrt gemeistert: Nun kommt der schwierigste Moment. Der erste Eindruck. Mit gutem Recht wird diesem Moment viel Bedeutung beigemessen. Aus psychologischer Sicht handelt Ihr Gegenüber nämlich nach bestimmten Mustern, die einen Einfluss auf das gesamte weitere Gespräch haben.

Der Recency-Effekt, der Halo-Effekt und der Primacy-Effekt: Alle drei Effekte führen dazu, dass Ihr Gegenüber bestimmte Reize bei der ersten Begegnung besonders stark wahrnimmt und nicht mehr vergisst. Diese Eindrücke werten automatisch mit Ihrer Person verbunden und damit letztlich auch mit der Entscheidung über eine Einstellung. Ein Lächeln, ein fester Händedruck und interessierte Fragen sind daher das Erste, was Ihr Gegenüber von Ihnen positiv wahrnehmen sollte.

 

#5 Typische Fragen an Teamleiter: Sind Sie vorbereitet?

Neben Fachfragen werden an Führungskräfte besondere Anforderungen gestellt, die die persönliche Eignung betreffen. Auch fachlich herausragende Menschen sind nicht automatisch dazu geeignet, ein Team anzuleiten. Die folgenden Fragen werden fast immer gestellt, um das herauszufinden.

  • Warum streben Sie jetzt eine Führungsposition an? Hier kommt es auf das kleine Wort jetzt an. Warum haben Sie sich nicht schon früher beworben? Stellen Sie Ihre Charakterentwicklung dar.
  • Wie gehen Sie mit unerreichten Zielen um? Frustrationstoleranz ist ein wichtiges Merkmal von erfolgreichen Teamleitern. Nicht immer läuft alles glatt. Motivation statt schlechte Stimmung lässt Misserfolge zu Lernmöglichkeiten werden.
  • Was sind Ihre Taktiken für Teamerfolg? Werden Sie konkret. Statt Worthülsen und Phrasen sind hier Vorschläge wichtig, die das Teamklima nachweislich verbessern. Das können Standup Meetings, gemeinsame Ausflüge oder auch neue Strukturen sein.
  • Warum sollten wir Sie als Teamleiter auswählen? Was bringen Sie mit, was andere nicht haben? Begründen Sie, warum gerade Sie eine gute Wahl sind.
  • Aus was legen Sie bei Ihrem Führungsstil wert? Eine Führungskraft sollte reflektiert an diese wichtige Aufgabe herantreten. Schreiben Sie sich daher Punkte auf, die Ihnen persönlich am Herzen liegen.

Je nach Fachgebiet warten noch andere typische Fragen auf Sie als Teamleiter im Vorstellungsgespräch, die beantwortet werden wollen. Recherchieren Sie daher und investieren Sie Zeit in eine gründliche Vorbereitung.

 

#6 Vorbereitung Vorstellungsgespräch Teamleiter: Eigenschaften

Als Teamleiter sollten Sie bestimmte Eigenschaften von Natur aus mitbringen, die sowohl Ihnen als auch Ihrem Team den Job einfacher machen. Am Besten ist es, diese Eigenschaften nicht gesondert betonen zu müssen, sondern direkt aktiv zu zeigen. Die folgenden drei Beispiele zeigen Ihnen, wie das möglich ist.

  1. Zuverlässigkeit. Eine Führungskraft sollte zu Ihrem Wort stehen, um Vertrauen bei den Mitarbeitern zu genießen. Das zeigen Sie am besten, indem Sie schnell auf Nachrichten antworten, pünktlich erscheinen und sich auch auf eventuelle Rückfragen zügig zurück melden.
  2. Positive Ausstrahlung. Als Teamleiter sollten Sie Zuversicht ausstrahlen, auch wenn Ihre Mitarbeiter gerade einen Fauxpas nach dem anderen leisten. Natürlich sollte dabei aber auch der Sinn für die Realität nicht verloren gehen. Als Optimist haben Sie es durchaus einfacher. Zeigen Sie das im Vorstellungsgespräch-
  3. Analytische Fähigkeiten. Emotionslos an schwierige Fragen heranzutreten und sachliche Entscheidungen zu treffen, ist eine wichtige Eigenschaft. Zeigen Sie diese Fähigkeit gerade bei schwierigen Fragen.

 

#7 Selbstbewusstsein ausstrahlen: So gelingt es Ihnen

Selbstbewusstsein ist unerlässlich für Führungskräfte. Aber gerade in Prüfungssituationen wie einem Vorstellungsgespräch, kann die sonst so selbstsichere Art plötzlich verschwunden sein. Daher hilft es am besten, vor dem Termin einige Vorkehrungen zu treffen. Machen Sie Sport, schalten Sie Ihr Handy aus und versuchen Sie, nicht zu viel an die Entscheidung zu denken.

Wenn Sie sich bestmöglich vorbereitet haben, können Sie nichts weiter tun. Daher ist Nervosität zwar verständlich, allerdings nicht förderlich. Lenken Sie sich also ab, bis Sie im Termin voll glänzen dürfen.

 

#8 Eigene Fragen: Immer eine gute Idee

Haben Sie noch Fragen? Diese Frage wird fast immer am Ende des Vorstellungsgespräches gestellt. Das ist Ihre Chance echtes Interesse zu zeigen und wertvolle Informationen über den Job zu erhalten. Schließlich müssen auch Sie sich später in der Position wohlfühlen. Ob Fragen zu den Arbeitszeiten, zu der Größe Ihres Teams, zu Ansprechpartnern, zu Dienstreisen: Notieren Sie sich im Vorhinein genau, was Sie erfahren wollen.

 

#9 Schwierige Fragen: Bestehen Sie den Test?

Psychologische Kniffs, Fangfragen und die obligatorische Gehaltsverhandlung: Es gibt etliche Stolpersteine auf dem Weg zum Teamleiter. Der wichtigste Tipp ist an dieser Stelle: Nehmen Sie sich Zeit, um über Fragen nachzudenken. In der Aufregung des Gespräches machen viele Kandidaten den Fehler, rasch zu antworten. Stattdessen können Sie auch Rückfragen stellen oder gegebenenfalls sogar die Antwort auf eine Mail verzögern. Reden ist Silber, Fragen ist Gold.

 

#10 Nach dem Vorstellungsgespräch: Bleiben Sie am Ball

Sie haben ein gutes Gefühl, sind von dem Unternehmen überzeugt und wollen am liebsten direkt anfangen? Auf eine fachliche und professionelle Weise dürfen Sie das durchaus ausdrücken. Formulieren Sie dazu eine Dankesmail, in der Sie Ihre positiven Eindrücke und die Bereitschaft einer Zusammenarbeit deutlich machen. Spätestens nach zwei Wochen sollte eine Rückmeldung eintreffen.

 

Vorbereitung Vorstellungsgespräch Teamleiter: Geschafft!

Sie haben nun jeden einzelnen Punkt abgearbeitet, mit dem Sie sich optimal auf das Vorstellungsgespräch als Teamleiter vorbereiten. Nun bleibt nur noch, dem Termin gelassen entgegen zu gehen und es als das zu sehen, was es ist: Eine Lernmöglichkeit. Sollte es bei diesem Unternehmen nicht klappen, dann sicher bei einem Besseren! Viel Erfolg!

 

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