Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Offensichtlich haben die Bewerbungsunterlagen einen positiven Eindruck hinerlassen und das Unternehmen dazu veranlasst, den Bewerber nun näher kennenlernen zu wollen. Während in den Bewerbungsunterlagen vor allem das Kompetenzprofil des Bewerbers von entscheidender Bedeutung ist und das Unternehmen in erster Linie überprüft, ob der Bewerber den gestellten Anforderungen aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Kenntnisse und Fertigkeiten gerecht werden kann, geht es im Vorstellungsgespräch darum, ob der Bewerber diesen positiven Eindruck auch in einem persönlichen Gespräch bestätigen kann. Im Vorstellungsgespräch liegt das Augenmerk somit hauptsächlich auf dem Auftreten, dem Verhalten, den kommunikativen Fähigkeiten und dem Bewerber als Person.

Bei einem Vorstellungsgespräch geht es jedoch nicht darum, den Bewerber zu quälen oder ihn mittels kritischer, tiefenpsychologisch ausgeklügelter Fragen auseinanderzunehmen. Ein Vorstellungsgespräch ist und bleibt ein Dialog zwischen dem Bewerber und seinem möglicherweise künftigen Arbeitgeber, durch den herausgefunden werden soll, wie gut beide Seiten zueinander passen. Daher sollte sich der Bewerber nicht unnötig verrückt machen, sondern versuchen, möglichst natürlich und unverkrampft aufzutreten und dabei seine guten Manieren an den Tag legen. Zudem können sich die folgenden Tipps als hilfreich erweisen, um überflüssige und vermeidbare Fehler zu verhindern.

1. Pünktlichkeit. Zu den Grundvoraussetzungen gehört, pünktlich zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Kommt der Bewerber schon zu einem so wichtigen Termin wie dem Vorstellungsgespräch zu spät, muss der Arbeitgeber davon ausgehen, dass sich dies auch im Berufsalltag wiederholen wird.

2. Freundlichkeit. Kein Arbeitgeber wird einen Bewerber einstellen, der unfreundlich auftritt, schlechte Laune verbreitet oder einen gelangweilten und wenig interessierten Eindruck macht. Gleiches gilt jedoch auch, wenn der Bewerber zu lässig auftritt, denn auch wenn im Unternehmen ein eher lockerer Umgangston herrscht und das Team recht jung ist, so spricht der Bewerber mit seinem potenziellen Vorgesetzten.

3. Erscheinungsbild. Arbeitgeber legen viel Wert auf ein ordentliches Erscheinungsbild mit einem Outfit, das der Branche und der Position angemessen ist. Schließlich repräsentiert ein Mitarbeiter das Unternehmen immer auch ein Stück weit nach außen hin, beispielsweise gegenüber Kunden. Zudem zeigt das Erscheinungsbild, ob sich der Bewerber mit den Gepflogenheiten der Branche auseinandergesetzt hat und bereit ist, sich diesen anzupassen.

4. Interesse. Der Bewerber sollte nicht nur seine eigenen Bewerbungsunterlagen kennen, sondern auch Grundwissen über das Unternehmen mitbringen. Kann der Bewerber nicht begründen, weshalb er gerade für dieses Unternehmen arbeiten möchte, weshalb er sich für seinen Beruf entscheiden hat oder wie er sich seinen Berufsalltag vorstellt, zeugt dies weder von Interesse noch von Motivation.

5. Marketing. Das Vorstellungsgespräch ist mit einem Verkaufsgespräch vergleichbar. Der Bewerber bietet seine Qualitäten an und möchte dafür eine Arbeitsstelle haben. Das Unternehmen hingegen bietet eine Arbeitsstelle an und erwartet dafür die Arbeitskraft und die tatkräftige Unterstützung des Bewerbers. Daher sollte der Bewerber überzeugend darstellen können, wer er ist, was er kann und was er möchte. Die Rolle des verzweifelten Bittstellers einzunehmen, ist in einem Vorstellungsgespräch ebenso unvorteilhaft, wie die Position eines überheblichen Besserwissers mit überzogenen Forderungen. Neben klaren, präzisen Aussagen gehört zu einem Gespräch jedoch, dass auch der Bewerber Fragen stellt.

6. Zuverlässigkeit. Einige Arbeitgeber bitten darum, bestimmte Unterlagen zum Vorstellungsgespräch mitzubringen. Dieser Bitte sollte der Bewerber unbedingt auch nachkommen, denn es gibt keine Entschuldigung für vergessene Unterlagen.

7. Höflich bis zum Schluss. Neben dem ersten Eindruck und dem Verlauf des Gespräches kommt auch dem Ende des Gespräches eine wichtige Rolle zu, denn auch der letzte Eindruck bleibt in Erinnerung. Insofern sollte sich der Bewerber freundlich verabschieden, sich für das Gespräch bedanken und den Gesprächspartner keinesfalls zu einer sofortigen Entscheidung drängen.

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