Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Für den Beruf der Industriekauffrau entscheiden sich immer mehr Schulabgänger. Die Gründe liegen auf der Hand. Eine vielseitige Ausbildung ermöglicht Einsätze in fast allen Unternehmen und deren Abteilungen. Die Gehaltsaussichten sind positiv und besser als in vielen anderen Bürotätigkeiten. Auch Arbeitslosigkeit droht bislang noch kaum. Diese Beweggründe werden Dir bekannt sein. Auf dem Weg zu einer gewünschten Ausbildungsstelle sind allerdings Hürden zu überwinden. Nicht jede Bewerberin wird im Unternehmen ihres Wunsches unterkommen. Chancen werden dabei oft bereits in der Schule vertan. Alle bekannten Hürden wollen wir aufdecken und ein Bewerbungsschreiben formulieren, das Deine Wünsche voll unterstützen kann.

Von der Schulbank zum Ausbildungsplatz

Immer leichter wird es Schülern gemacht, einen Hochschulabschluss zu erreichen. Die dabei zu erfüllenden Bedingungen sollen hier nicht behandelt werden. Es ist lediglich festzuhalten, dass die hohe Zahl der Abiturientinnen nicht dazu führt, dass fast alle nun ein Studium beginnen. Es hat sich hingegen ergeben, dass viele Ausbildungen heute ohne Abitur nur noch schwer gestartet werden können. Dies trifft auch für die Industriekauffrau zu.

Es ist allerdings nicht wahr, wie sehr oft behauptet wird, dass nur das Abitur den Zugang garantieren kann. Allerdings ist der Anteil der Abiturientinnen gestiegen und hat 2016 etwa 70% erreicht. 28% werden mit einem Realschulabschluss eingestellt. Diese Zahlen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlicht.

Die wichtigen Schulfächer für angehende Industriekauffrauen

Noch wichtiger als der Schulabschluss sind gute Schulnoten in den Kernfächern. Es wird besonders vor der Einstellung in großen Unternehmen zu einem Eignungstest kommen. Noch bevor Du zu einem Vorstellungsgespräch geladen wirst, muss dieser Test bestanden werden. Er und der Bewerbungsbrief sind Hürden, die die Bedeutung des Lebenslaufs sogar übertreffen können. Eine noch so schöne Mappe ist nutzlos, wenn eine Eignung in fachlicher und persönlicher Art nicht zu erkennen ist.

Zur Abrundung Deines Berufswunsches solltest Du auch über ähnliche Berufe recherchieren.

Mathematik

Täglich müssen Industriekauffrauen Gehälter, Kosten, Mieten, Kredite etc. berechnen, Kalkulieren und Statistiken erstellen. Vertiefte und gute Mathematikkenntnisse, die mit guten Noten der letzten Jahre belegt werden können, werden vorausgesetzt.

Englisch

In der Industrie spielt der Export eine oft entscheidende Rolle. Verhandlungen, Schreiben, E-Mails und Dokumente werden immer mehr in Englisch verfasst. Gute Fähigkeiten in Wort und Schrift müssen daher mitgebracht werden.

Wirtschaft

Mit guten Noten in diesem Fach wird nicht nur Dein Interesse am Beruf dokumentiert. Es ist auch Voraussetzung, um im Rechnungswesen, Vertrieb und den anderen Gebieten Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Wirtschaftliche Zusammenhänge im Betrieb und der Volkswirtschaft müssen beherrscht werden.

Deutsch

Ohne eine überdurchschnittliche Sprachbeherrschung kann kein Handel betrieben werden. Außerdem gehören Kontakte zum Alltag einer Industriekauffrau. Perfektion in Rechtschreibung, Grammatik und ein guter Wortschatz werden erwartet.

Wenn Du zusätzlich noch die gängigen Office-Programme kennst und deren Anwendungen Dir bekannt sind, wird der Test sicherlich bestanden werden. Beschäftige Dich daher zuvor intensiv mit Deinem Computer. Alles was in den Menüleisten von Word und Excel zu finden ist, sollte Dir bekannt sein.

Warum willst Du Industriekauffrau werden?

Diese Frage ist auch persönlich gemeint. Während des Vorstellungsgesprächs wird diese Frage auftauchen. Aber bereits im Bewerbungsbrief sollte darauf geantwortet werden.

  • Besitzt Du Organisationstalent?
  • Suchst Du einen vielseitigen Beruf?
  • Interessieren Dich Wirtschaftsthemen?
  • Liegen Dir direkte Kontakte zu Menschen und macht Kommunikation Dir Spaß?
  • Möchtest Du Dich nicht für nur einen Bereich in Unternehmen festlegen?
  • Besitzt Du ein gutes Zahlenverständnis und gute mathematische Fähigkeiten?

Wenn Du alle diese Fragen mit einem klaren Ja beantworten kannst, dann ist dieser Beruf für Dich der richtige.

  • Sind Verhandlungen Dir ein Greul?
  • Verursacht eine lange Zeit am Computer Dir Unwohlsein?
  • Sind Zahlen, Rechnen und Tabellen nicht für Dich gemacht?

In diesen Fällen solltest Du Dir sehr dringend eine andere Ausbildung suchen.

Was erhöht meine Chancen zusätzlich?

Du wirst über Dich als Person und Mensch aussagen müssen, da erkannt werden soll, ob Du persönlich geeignet bist. Zu den bisher aufgezählten Interessen, die im Zusammenhang mit Schulfächern stehen, kommen weitere Aspekte in Betracht.

  • Gibt es Hobby, das mit Wirtschaft in Verbindung gebracht werden kann?
  • Wurden Praktika absolviert, die im Handel oder Organisation stattgefunden haben?
  • Liest Du regelmäßig Fachlektüre mit wirtschaftlichem Bezug?
  • Verfolgst Du in der Tagespresse die Wirtschaftsnachrichten?
  • Wird ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgegangen?
  • Kann ein Auslandsaufenthalt mit praktischer Tätigkeit nachgewiesen werden?

Du bemerkst, hier werden Teile Deiner Persönlichkeit angesprochen. Es geht nicht um Deine Geheimnisse. Es geht um Deine Wünsche, Interessen und Motivationen. Was treibt Dich an? Wodurch wirst Du aktiv? Wann gibst Du Dir besonders viel Mühe.

Wen über Punkte dieser Art berichtet werden kann, werden Personaler Dein Anschreiben als spannend empfinden und Dich automatisch als interessant einstufen. Eine Einladung zum Test ist Dir dann sicher.

 

Musterbewerbung Industriekauffrau für die Ausbildung

Sehr geehrter Herr XXX,

zusammen mit meinem Lebenslauf, dem Kopien der Schulzeugnisse der letzen drei Jahre und Zertifikate der Praktika angehängt sind, möchte ich mich mit diesem Begleitbrief als potentielle Industriekauffrau bewerben.

Ihr Unternehmen habe ich mit Bedacht ausgewählt, da mir bei Ihnen eine besonders umfangreiche Ausbildung gesichert erscheint. Die Palette Ihrer Produkte ist mir teilweise bekannt gewesen und wurde mir vollständig deutlich, als ich Ihre Homepage intensiv studiert habe. Die Abläufe einer derart großen und umfänglichen Firma bieten Spannung, die kaum nachlassen dürfte.

Mein Interesse an Wirtschaft allgemein wurde vor vier Jahren geweckt, als mir während eines Auslandpraktikums auf einer Farm in Argentinien verdeutlicht wurde, wie stark Kenntnisse in Vertrieb, Produktion, Marketing und Organisation zusammenzuführen sind, um dauerhaft erfolgreich bleiben zu können. Dass meine Spanisch Kenntnisse dort ausgebaut wurden, muss nicht besonders erwähnt werden.

Im Nachgang las ich zur Vertiefung Fachbücher über Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft. Bis heute hat mich diese Thematik nicht mehr losgelassen. Das dadurch meine Schulnoten in den wesentlichen Fächer besser wurden, ist eine Nebenerscheinung. Allerdings wurde meine Freude an Mathematik erst dann freigesetzt.

Gerne kann ich noch mehr von mir erzählen. Doch soll dies einem persönlichen Treffen vorbehalten bleiben, da ich Ihre Zeit heute nicht zu sehr strapazieren möchte.

Bis zum Einstellungstest und anschließendem Vorstellungsgespräch verbleibe ich daher in ungeduldiger Erwartung, obwohl ich mir über eine Zusicherung einer Einstellung fast sicher bin.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

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