Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Ähnlich wie für herkömmliche Bewerbungen gibt es auch für Initiativbewerbungen zahlreiche Vorlagen, Muster und Beispiele im Internet und in Büchern. Solche Vorlagen sollte der Bewerber jedoch nur als Anregungen, Leitfäden und Formulierungshilfen verstehen und keinesfalls einfach nur abschreiben. Dies erklärt sich damit, dass es bei einer Initiativbewerbung in erster Linie um den Bewerber als individuelle Person sowie um seine persönlichen Stärken und Qualitäten und um seine eigenen Gründe für die Bewerbung geht.

Eine Initiativbewerbung ist keine Blindbewerbung!

Teilweise werden die Bezeichnungen Initiativbewerbung und Blindbewerbung synonym verwendet. Der Grund hierfür liegt vermutlich darin, dass der Bewerber seine Bewerbung blind und auf gut Glück verschickt, da es kein konkretes Stellenangebot gibt und er nicht weiß, ob das Unternehmen überhaupt neue Mitarbeiter einstellt. Allerdings gibt es wesentliche Unterschiede zwischen einer Blind- und einer Initiativbewerbung. Bei einer Blindbewerbung wird ein standardisiertes Rundschreiben aufgesetzt und dieses dann in immer gleicher Form an diverse Unternehmen geschickt. Allerdings erkennt auch der Leser, dass es sich um ein massentaugliches Rundschreiben handelt und da kein direkter Bezug zu dem jeweiligen Unternehmen besteht, sind Blindbewerbungen in aller Regel wenig erfolgreich. Bei einer Initiativbewerbung hingegen stellt sich der Bewerber nicht nur vor, sondern erläutert, weshalb er sich gerade bei diesem Unternehmen vorstellt und welchen konkreten Nutzen seine Einstellung für das Unternehmen hätte.

Eine Initiativbewerbung enthält klare und präzise Aussagen

Von der Struktur her gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen einer herkömmlichen und einer initiativen Bewerbung. Das bedeutet, der Bewerber sollte auch bei einer Initiativbewerbung auf eine klare, ansprechende und gut lesbare Gliederung seiner Bewerbungsunterlagen achten und eine vollständige Bewerbungsmappe mit allen relevanten Zeugnissen und Nachweisen einreichen. Inhaltlich muss sich der Bewerber nicht wie sonst auf das Anforderungsprofil beziehen, das in einer Stellenanzeige formuliert war. Dennoch sollte er seine Qualifikationen, Kompetenzen und Stärken so präsentieren, dass sie zu der angestrebten Position passen.

Grundsätzlich sollte die Initiativbewerbung klare und präzise Aussagen zu den folgenden Punkten beinhalten:

1. Angaben zum Bewerber. Zunächst stellt sich der Bewerber bei dem Unternehmen vor. Insofern führt er die wichtigsten Daten zu seiner Person im Lebenslauf auf, seine Kontaktdaten stehen darüber hinaus auch im Briefkopf oder dem Absenderfeld des Anschreibens.

2. Angaben zum Qualifikationsprofil des Bewerbers. Die wichtigsten Daten und Fakten zum bisherigen Werdegang und dem beruflichen Hintergrund stehen im Lebenslauf. Im Anschreiben erläutert der Bewerber seine Motivation und geht näher auf seine Kompetenzen und Stärken ein. Grundsätzlich ist wichtig, ein nicht zu allgemeines, aber auch nicht zu spezifisches Qualifikationsprofil zu erstellen. Insofern sollte der Bewerber überlegen, welche Kenntnisse und Eigenschaften für die von ihm gewünschte Position wichtig sind. Diese grundlegenden Voraussetzungen sollte der Bewerber dann mit seinen Kompetenzen abgleichen und anhand von Beispielen aufzeigen.

3. Begründung für die Wahl des Unternehmens. Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter, die nicht nur irgendeinen Job suchen, sondern sich mit dem Unternehmen und dessen Leistungen identifizieren können. Daher ist wichtig, dass der Bewerber Gründe nennt, weshalb er gerade für dieses Unternehmen tätig werden möchte.

4. Konkrete Angaben und Gründe für den Berufswunsch. Da sich der Bewerber nicht auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbt, muss aus seiner Initiativbewerbung hervorgehen, was er eigentlich will. Der Bewerber muss also aufzeigen, in welchem Bereich und in welcher Form er konkret tätig werden möchte und weshalb dies der Fall ist. Dies ist deshalb von großer Bedeutung, da der Empfänger die Bewerbung ansonsten nicht zuordnen kann. Zudem verfügt vermutlich kein Bewerber über solche Qualifikationen und Kompetenzen, die ihn zu einem geeigneten Mitarbeiter für alle Unternehmensbereiche machen. Insofern kann der Bewerber nur dann überzeugend und glaubwürdig argumentieren, wenn er seine Kompetenzen in Verbindung mit einem konkreten Tätigkeitsbereich aufzeigt.

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