Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Reicht ein Bewerber seine Bewerbungsunterlagen ein, ohne dass er dazu durch eine Stellenanzeige aufgefordert wurde, wird eine solche Bewerbung als Initiativbewerbung bezeichnet. Eine Initiativbewerbung kann dabei durchaus zu dem gewünschten Erfolg führen und die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zur Folge haben, denn eine Initiativbewerbung kennzeichnet sich durch mehrere Pluspunkte. So stellt der Bewerber allein schon durch das Einreichen einer Initiativbewerbung ein hohes Maß an Engagement, Motivation und Interesse an dem jeweiligen Unternehmen und der Position unter Beweis, ohne dabei viele Konkurrenzbewerbungen fürchten zu müssen.

Hinzu kommt, dass der Bewerber seine Stärken und Qualitäten so präsentieren kann, wie dies aus seiner Sicht am sinnvollsten und vorteilhaftesten ist und nicht wie es das vorgegebene Anforderungsprofil aus einer Stellenanzeige erfordert.Allerdings gibt es einige Punkte und Tipps, die der Bewerber beim Erstellen einer Initiativbewerbung beachten sollte.

6 Hinweise die enorm wichtig sind

bewerbungsmappe1.) Eine Initiativbewerbung ist keine Blindbewerbung. Auch wenn die Begriffe Initiativbewerbung und Blindbewerbung oft synonym verwendet werden, gibt es sehr deutliche Unterschiede. Bei einer Blindbewerbung handelt es sich im Normalfall um eine Massenbewerbung. Das bedeutet, der Bewerber erstellt ein eher allgemein gehaltenes Anschreiben und verschickt dieses weitestgehend unverändert zusammen mit dem Lebenslauf an viele Unternehmen. Da jedoch auch die Empfänger Blindbewerbungen recht schnell als massentaugliche Rundschreiben erkennen, sind die Erfolgschancen eher gering. Eine Initiativbewerbung erfordert zwar mehr Arbeit und Mühe, allerdings steigen die Erfolgsaussichten durch die individuelle Abstimmung der Bewerbung auf das jeweilige Unternehmen deutlich.

2.) Klare Aussagen zur angestrebten Tätigkeit. Aus einer Initiativbewerbung muss eindeutig hervorgehen, wonach der Bewerber überhaupt sucht. Einige Bewerber neigen dazu, keine klaren Aussagen zur angestrebten Tätigkeit zu machen, um sich auf diese Weise als flexible Mitarbeiter zu präsentieren und sich durch diese Strategie zudem mehrere mögliche Einsatzbereiche offen zu lassen. Allerdings ist diese Strategie aus zwei Gründen nicht empfehlenswert. Zum einen ist es nicht die Aufgabe des Empfängers, einen Aufgabenbereich zu finden, der möglicherweise zu dem Bewerber und seinem Profil passen könnte. Außerdem sind nur die wenigsten Bewerber tatsächlich Multitalente, die sich für mehrere Aufgabenbereiche gleich gut eignen. Insofern wirkt eine Initiativbewerbung ohne klaren Tätigkeitswunsch schnell wie die Bewerbung eines unentschlossenen Bewerbers oder eines Bewerbers, der so verzweifelt nach einem Job sucht, dass er nahezu jede Tätigkeit annehmen würde.

3.) Das Kompetenzprofil muss zur Wunschposition passen. Der Bewerber muss sich zwar nicht an einer Stellenausschreibung und den darin formulierten Voraussetzungen orientieren, allerdings muss eine Bewerbung zu seiner Wunschposition passen. Das bedeutet, der Bewerber sollte präzise und auf den Punkt gebracht aufzeigen, welche Kompetenzen und Stärken er für seine Wunschposition mitbringt. Hilfreich hierbei ist es, anhand von anderen Stellenanzeigen und auch Berufsbeschreibungen zu ermitteln, welche Voraussetzungen im Zusammenhang mit der angestrebten Tätigkeit üblicherweise von Bedeutung sind.

5.) Wissen über das jeweilige Unternehmen präsentieren. Der Bewerber sollte möglichst viele Informationen über das jeweilige Unternehmen sammeln. Dies ist zum einen notwendig, um plausibel argumentieren zu können, weshalb der Bewerber gerade für dieses Unternehmen tätig werden möchte und in welcher Form und weshalb ausgerechnet dieses Unternehmen von seinen Stärken und Kompetenzen profitieren könnte. Zum anderen kann er dadurch den Ansprechpartner ermitteln, an den er seine Bewerbung adressieren kann.

6.) Besser keine Kurzbewerbung, sondern eine vollständige Bewerbungsmappe. Grundsätzlich kann der Bewerber nur eine Kurzbewerbung bestehend aus Anschreiben und Lebenslauf einreichen. Allerdings sind die Informationen, die der Bewerber in diesem Rahmen vermitteln kann, recht begrenzt, zumal die Aussagen nicht durch Zeugnisse belegt sind. Sinnvoller ist daher, auch bei einer Initiativbewerbung mit einer vollständigen Bewerbungsmappe zu arbeiten, bei der außerdem auch nicht die Gefahr besteht, dass die Bewerbung wie ein kostengünstiges Rundschreiben im Sinne einer Blindbewerbung wirkt.

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