Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Im Internet finden sich zahlreiche Muster, Vorlagen und Beispiele für Initiativbewerbungen. Diese Beispiele sind zweifelsohne eine wertvolle Orientierungshilfe und können viele Anregungen für ansprechende Formulierungen liefern. Allerdings sollte der Bewerber Vorlagen und Beispiele für Initiativbewerbungen tatsächlich nur als Anregung und Hilfestellung verstehen und keinesfalls einfach nur Wort für Wort abschreiben. Bei einer herkömmlichen Bewerbung sind Individualität und eine persönliche Note nämlich wichtig, bei einer Initiativbewerbung hingegen von entscheidender Bedeutung.

Bei einer Initiativbewerbung ergreift der Bewerber die Initiative

Wie schon die Bezeichnung nahelegt, zeigt ein Bewerber durch eine Initiativbewerbung Initiative. Er wird also selbst aktiv und sendet einem Unternehmen seine Bewerbungsunterlagen zu, ohne dass er dazu aufgefordert wurde oder dass es eine konkrete Stellenausschreibung gab. Die Absicht einer Initiativbewerbung liegt darin, das Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen, sich als ein solcher Mitarbeiter vorzustellen, der im Team noch fehlt, und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Eine Initiativbewerbung erfordert eine umfangreiche Vorbereitung

Dass sich der Bewerber bei seiner Bewerbung an keiner Stellenanzeige orientiert und keine Anforderungen berücksichtigen muss, die darin formuliert sind, macht es einerseits etwas schwieriger, eine Initiativbewerbung zu verfassen, ist andererseits jedoch auch ein Vorteil. Der Vorteil liegt darin, dass der Bewerber seine Stärken und Qualitäten so präsentieren kann, wie er dies für am sinnvollsten erachtet. Etwas schwieriger wird es dadurch, dass der Bewerber mehr Vorarbeit leisten muss als bei einer herkömmlichen Bewerbung, denn er muss nicht nur geeignete Unternehmen finden, sondern sich auch seine eigenen Ziele, Wünsche, Stärken und Qualitäten bewusst machen.

Die Vorgehensweise bei einer Initiativbewerbung besteht aus 4 Schritten

Damit stellt sich die Frage, wie der Bewerber beim Erstellen einer Initiativbewerbung vorgehen sollte. Im Wesentlichen gliedert sich das Verfassen einer Initiativbewerbung in vier Schritte.

1.) Die Wünsche und Ziele formulieren. Zunächst muss der Bewerber wissen, wonach er eigentlich sucht. Das bedeutet, der Bewerber sollte für sich klären, in welchem Bereich er tätig werden und welche Aufgaben er übernehmen möchte. Zudem sollte er sich Gedanken darüber machen, weshalb er eine solche Position bekleiden möchte. Die eigenen Wünsche, Vorstellungen zu Ziele festzulegen, ist von entscheidender Bedeutung, denn dies ist die Grundlage für die gesamte Initiativbewerbung.

2.) Das eigene Kompetenzprofil erstellen. Steht fest, wonach der Bewerber sucht, geht es darum, die eigenen Stärken und Kompetenzen zusammenzustellen. Hierzu sollte der Bewerber zum einen zusammentragen, welche Qualifikationen, Kenntnisse, Erfahrungen und Eigenschaften ihn auszeichnen. Zum anderen sollte der Bewerber überlegen, welche Kompetenzen für die angestrebte Position besonders wichtig sind. Hierzu kann er sich beispielsweise an Stellenanzeigen oder Berufsbeschreibungen orientieren und auf diese Weise ermitteln, welche Anforderungen typischerweise gestellt werden. Diese üblichen Voraussetzungen sind Schlüsselworte, die der Bewerber in seine Bewerbung integrieren sollte. Bei Bewerbungen im kaufmännischen Bereich sollten beispielweise Schlüsselworte wie Kundenfreundlichkeit oder Serviceorientierung fallen, im Handwerk Schlüsselworte wie Sorgfalt oder Präzision. Das Kompetenzprofil liefert die Verkaufsargumente, durch die der Bewerber das Unternehmen von sich überzeugen möchte. Allerdings reicht es nicht aus, nur bloße Behauptungen aufzustellen. Daher sollte der Bewerber Beispiele für Tätigkeiten, Leistungen oder Aufgaben suchen, die die Kompetenzen belegen.

3.) Geeignete Unternehmen finden. Hat der Bewerber zusammengetragen, wonach er sucht und was er dem Unternehmen zu bieten hat, geht es darum, geeignete Unternehmen zu finden. Hierbei kann der Bewerber beispielsweise im Internet, in Brachen- und Telefonverzeichnissen oder in Fachzeitschriften recherchieren. Sind passende Unternehmen gefunden, sollte der Bewerber möglichst viele Informationen über das jeweilige Unternehmen zusammentragen. Er muss nämlich begründen können, weshalb er für dieses Unternehmen tätig werden möchte. Zudem erfährt er auf diese Weise, an wen er seine Bewerbung richten kann. Wendet sich der Bewerber dazu telefonisch oder per E-Mail an das Unternehmen, kann er abklären, welche Form der Bewerbung das Unternehmen bevorzugt und kann sich außerdem in der Einleitung seines Anschreibens auf den Kontakt beziehen.

4.) Die Bewerbung verfassen. Die Initiativbewerbung selbst gleicht in Form und Aufbau einer ganz normalen Bewerbung. Im Anschreiben sollte der Bewerber also aufzeigen, weshalb er sich gerade bei diesem Unternehmen bewirbt, wonach er sucht und was er dem Unternehmen zu bieten hat. Wichtig dabei ist, tatsächlich auf das Unternehmen einzugehen, denn wenn der Personaler das Gefühl hat, dass es sich um ein Standardanschreiben handelt, das der Bewerber auch an jedes andere Unternehmen schicken könnte, wird er wenig überzeugt sein. Der Lebenslauf zeigt das Kompetenzprofil anhand von Daten und Fakten auf und belegt die Angaben aus dem Anschreiben. Sinnvoll bei einer Initiativbewerbung ist dabei, eine vollständige Bewerbungsmappe zu verwenden. Dies verursacht zwar höhere Kosten als eine Kurzbewerbung, ermöglicht aber das glaubhafte Vermitteln eines umfassenden Profils und hat zudem nicht den Beigeschmack eines Rundschreibens.

Bestehst Du den Einstellungstest? Ab 85% hast Du bestanden...

Starte jetzt den Eignungstest!