Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Anstatt nur auf Stellenangebote zu reagieren, sollte ein Bewerber immer auch Initiativbewerbungen in seinen Bewerbungsprozess integrieren. Initiativbewerbungen sind Bewerbungen, bei denen der Bewerber seine Unterlagen ohne Bezug auf eine Stellenanzeige erstellt. Er weiß dabei zwar nicht, ob das jeweilige Unternehmen eine Stelle zu besetzen hat, die zu seinem Profil und zu seinen Vorstellungen passt, allerdings kann er sich durch eine Initiativbewerbung einige Vorteile sichern.

So hat der Bewerber keine oder nur sehr wenige Mitbewerber und zeigt allein schon durch das unaufgeforderte Einreichen seiner Bewerbungsunterlagen seine Motivation und sein Engagement auf. Hinzu kommt, dass nicht immer alle Stellen ausgeschrieben werden. Sollte aktuell kein Personalbedarf bestehen, erhält der Bewerber außerdem meist keine Absage, sondern seine Daten werden erfasst und gespeichert. Bei einer späteren Stellenbesetzung kann der Personaler dann auf die Initiativbewerbung zurückgreifen.

Die Initiativbewerbung als Kurzbewerbung oder mit Bewerbungsmappe?

Bei der Frage, in welcher Form die Initiativbewerbung erstellt werden sollte, herrschen geteilte Meinungen. Grundsätzlich kann der Bewerber natürlich selbst entscheiden, ob er seine Initiativbewerbung als Kurzbewerbung oder als Bewerbung mit vollständiger Mappe einreicht. Beide Formen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

1.) Kurzbewerbungen bestehen nur aus einem Anschreiben und dem Lebenslauf, die vollständigen Bewerbungsunterlagen werden bei Interesse nachgereicht oder direkt zum Vorstellungsgespräch mitgebracht. Oft werden die Unterlagen gefaltet und in einem normalen Briefumschlag verschickt. Der größte Vorteil von Kurzbewerbungen liegt somit sicherlich in der deutlichen Kostenersparnis. Zudem reduziert sich der Zeitaufwand für den Personaler, da dieser keine vollständige Mappe bearbeiten muss, sondern sich auf die beiden Kernelemente einer Bewerbung beschränken kann. Nachteilig ist jedoch, dass die Informationen, die der Bewerber vermitteln kann, eingeschränkt sind und es keine Zeugnisse als Nachweise dafür gibt, dass die Angaben der Wahrheit entsprechen. Hinzu kommt, dass Kurzbewerbungen oft den Beigeschmack eines Rundschreibens haben, das der Bewerber an viele Unternehmen verschickt hat.

2.) Bewerbungen mit Bewerbungsmappe enthalten neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf auch Zeugniskopien. Der größte Vorteil von vollständigen Bewerbungsunterlagen liegt darin, dass der Bewerber sein Profil umfassend verdeutlichen und seine Angaben durch die beigelegten Zeugniskopien nachweisen kann. Zudem muss der Bewerber bei einer Initiativbewerbung nicht unbedingt alle Zeugnisse einreichen, sondern kann sich auch auf solche beschränken, die seine wichtigsten Kompetenzen und größten Stärken belegen, um diese noch weiter zu betonen. Nachteilig bei Bewerbungsmappen sind die höheren Kosten und der größere Aufwand für den Bewerber. Diese kann er allerdings reduzieren, indem er seine Initiativbewerbungen nur an solche Unternehmen richtet, bei denen er tatsächlich die Chance auf eine Einstellung sieht.

Eine Entscheidungshilfe für die Form der Bewerbung kann die Unternehmenswebseite liefern. Oft finden sich hier Informationen dazu, in welcher Form der Bewerber Initiativbewerbungen einreichen kann, zudem sind teils Online-Formulare für Initiativbewerbungen hinterlegt. Zudem kann sich der Bewerber an den Stellenangeboten des Unternehmens orientieren und ermitteln, in welcher Form das Unternehmen üblicherweise Bewerbungen wünscht und an wen diese zu richten sind.

Eine Initiativbewerbung ist Werbung in eigener Sache

Grundsätzlich unterscheiden sich Initiativbewerbungen in Form und Aufbau nicht von normalen Bewerbungen. Allerdings kommt es bei einer Initiativbewerbung noch mehr darauf an, für sich selbst zu werben und seine besten Verkaufsargumente überzeugend zu präsentieren. Letztlich liegt das Ziel einer Initiativbewerbung nämlich darin, den Personaler davon zu überzeugen, dass der Bewerber genau der Mitarbeiter ist, den das Unternehmen noch gesucht hat und der das Team vervollständigen kann. Insofern sollte eine Initiativbewerbung schlüssig und präzise beantworten,

  • wer der Bewerber ist,
  • was der Bewerber dem Unternehmen zu bieten hat, also welche Stärken, Kompetenzen und Qualitäten er mitbringt,
  • weshalb sich der Bewerber gerade an dieses Unternehmen richtet und
  • wonach der Bewerber eigentlich sucht.

Vor allem der letzte Punkt ist von großer Bedeutung. Eine Initiativbewerbung zum Beispiel, die eher allgemein gehalten ist und in der sich der Bewerber nicht festlegt, in welchem Bereich er tätig werden möchte, wird vermutlich kaum überzeugen können. Zum einen entsteht dadurch nämlich der Eindruck, dass der Bewerber einfach nur irgendeinen Job sucht, zum anderen dient ein bestimmter Aufgabenbereich als Grundlage für die Begründung, in welcher Form sich der Bewerber einbringen kann und möchte und damit weshalb das Unternehmen gerade ihn einstellen sollte.

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