Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Ein Vorstellungsgespräch dient in erster Linie dazu, den Bewerber als Person kennenzulernen. Während sein berufliches Kompetenzprofil durch die Bewerbungsunterlagen weitestgehend bekannt ist, geht es in dem Vorstellungsgespräch nun darum, weitere Informationen über den Bewerber als Person zu sammeln. Durch diese Informationen möchte der Personaler in Erfahrung bringen, wie es um die Motivation, die Leistungsbereitschaft, die kommunikativen Fähigkeiten und die Belastbarkeit des Bewerbers bestellt ist und sich auf diese Weise ein umfassendes Bild über die Persönlichkeit des Bewerbers machen, um einschätzen zu können, ob der Bewerber zu dem Unternehmen und in das bestehende Team passt.

Vorteilhaft für den Bewerber ist dabei, dass die Fragen, die in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, üblicherweise recht ähnlich ausfallen. Dies liegt schlichtweg daran, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Fragen gibt, die dem Personaler genau die Informationen liefern, die er für seine Einschätzung benötigt. Insofern kann sich der Bewerber durchaus auf die typischen Fragen vorbereiten und sich schon im Vorfeld überzeugende Antworten überlegen. Dabei lassen sich die Fragen beim Vorstellungsgespräch grundsätzlich in fünf Bereiche einordnen.

1. Die fachliche Qualifikation. Hierbei geht es um Fragen zum Bildungsweg, den Ausbildungs- und Tätigkeitsschwerpunkten, den bisherigen beruflichen Stationen und den Werdegang oder die Berufswahl im Allgemeinen. Die meisten dieser Informationen kennt der Personaler zwar aus den Bewerbungsunterlagen, durch seine Selbstpräsentation hat der Bewerber jedoch die Möglichkeit, Entscheidungen näher zu erläutern und seine Stärken zu betonen. Positiv wird es zudem in aller Regel gewertet, wenn der Bewerber von sich aus Lücken oder Brüche im Lebenslauf anspricht. Grundsätzlich wichtig ist, eine kontinuierliche Entwicklung aufzuzeigen und bei den Antworten immer die Anforderungen und Voraussetzungen der ausgeschriebenen Stelle im Hinterkopf zu behalten.

2. Die weichen Faktoren. Diese Fragen zielen darauf ab, Kompetenzen wie Teamgeist, Durchsetzungsvermögen, Belastbarkeit, Flexibilität, Weiterbildungsbereitschaft oder Führungskompetenzen zu überprüfen. Hierbei ist der beste Tipp, möglichst natürlich und ehrlich zu bleiben. Es bringt nichts, dem Personaler vorzuspielen zu wollen, dass der Bewerber beispielsweise am liebsten im Team arbeitet, wenn er in Wirklichkeit eine selbstständige Arbeitsweise bevorzugt. Die meisten Personaler werden eine solche Strategie durchschauen und selbst wenn nicht, wird dies spätestens in der Probezeit offensichtlich. Allerdings sollte der Bewerber versuchen, eine gewisse Flexibilität beizubehalten, indem er auf seine Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und sich neuen Herausforderungen zu stellen, hinweist.

3. Die Motivation. Bei diesen Fragen geht es vor allem um das Wissen des Bewerbers über das Unternehmen. Grundsätzlich suchen Unternehmen nach Mitarbeitern, die ihren Job nicht nur gut machen, sondern sich auch mit dem Unternehmen identifizieren können. Insofern sollte der Bewerber begründen können, weshalb er gerade hier arbeiten möchte und weshalb ihn gerade diese Position reizt. Wichtig ist außerdem, dass der Bewerber keine Kritik an seinen vorhergehenden Arbeitsgebern oder Kollegen übt, denn dies wird immer negativ ausgelegt und außerdem sollte der Bewerber seine Zukunft und nicht seine Vergangenheit vor Augen haben.

4. Der Bewerber als Person. Bei Fragen zum Bewerber und seiner Persönlichkeit geht es beispielsweise um seine grundlegenden Daten, seinen familiären Hintergrund, sein soziales Umfeld oder seine Freizeitgestaltung. Teilweise dienen die Fragen dazu, die Angaben aus dem Lebenslauf zu überprüfen und abzugleichen und den Bewerber tatsächlich näher kennenzulernen. Teilweise bilden die Fragen jedoch auch die Grundlage für das Auslösen von Stresssituationen. Das bedeutet, der Bewerber wird bewusst mit unangenehmen oder provozierenden Fragen konfrontiert, um seine Reaktion zu überprüfen. Die Antwort ist dabei letztlich oft weniger ausschlaggebend, viel wichtiger ist, dass der Bewerber ruhig, höflich und sachlich bleibt. Der Bewerber sollte im Hinterkopf behalten, dass es auch im Arbeitsalltag immer wieder stressige und problematische Situationen geben wird und der Personaler mit seinen Fragen letztlich nur testen möchte, wie der Bewerber damit umgeht und in solchen Situationen auftritt.

5. Organisatorisches. Hierbei geht es um Grundsätzliches wie beispielsweise die Gehaltsvorstellungen, die Rahmenbedingungen oder den Eintrittstermin. Teilweise werden diese Punkte jedoch ausführlich erst in einem zweiten Gespräch geklärt.

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