Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Eine gelungene Bewerbung kennzeichnet sich im Wesentlichen durch aussagekräftige, überzeugende Inhalte und ein ordentliches, strukturiertes und durchdachtes Aussehen. Natürlich sind die Inhalte letztlich wichtiger, aber auch dem ersten optischen Eindruck kommt eine bedeutende Rolle zu. So zeugt es schlichtweg nicht von Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Interesse oder einer besonnenen Arbeitsweise, wenn die Bewerbungsmappe schmutzig, die Anrede falsch geschrieben, der Umschlag nicht richtig frankiert oder die Unterlagen deutlich sichtbar bereits mehrere Male im Einsatz gewesen sind.

Auf die Kleinigkeiten kommt es an

Nun bietet der Handel eine Vielzahl unterschiedlicher Bewerbungsmappen, die der Bewerbung eine ansprechende Verpackung geben und dabei helfen sollen, die Inhalte ansprechend zu präsentieren. Zudem gibt es Bewerbungsmappen als Set, meist bestehend aus einer oder mehreren Bewerbungsmappen mit dazu passenden Umschlägen. Oft haben diese Umschläge dann auch einen mit Karton verstärkten Rücken, der verhindert, dass die Bewerbung unterwegs geknickt werden kann. Ein solches Bewerbungsmappen-Set ist sicherlich praktisch, jedoch nicht unbedingt notwendig. So kann der Bewerber sein Bewerbungsmappen-Set auch selbst zusammenstellen, sollte dabei jedoch auf die folgenden Punkte achten.

1.) Der Umschlag. Umschläge mit einem verstärkten Rücken aus Karton schützen die Bewerbungsmappe auf dem Postweg vor Knicken und Beschädigungen. Daneben können jedoch auch gewöhnliche Standardumschläge verwendet werden. Wichtig ist aber, dass die Bewerbungsmappe bequem in den Umschlag passt und nicht mühsam hineingequetscht werden muss. Außerdem sollte der Bewerber darauf achten, auch die Adresse ordentlich zu schreiben und vor allem die Anschrift samt Ansprechpartner zu wählen, die in der Stellenanzeige benannt ist, damit die Bewerbung direkt an die richtige Stelle gelangt. Zudem muss die Bewerbung unbedingt ausreichend frankiert sein. Sendungen, die unterfrankiert sind, hinterlassen einen sehr negativen Eindruck und viele Unternehmen nehmen solche Sendungen überhaupt nicht an. Allerdings reicht der normale Postweg, ein Versand per Einschreiben ist nicht notwendig und verursacht nur unnötigen Mehraufwand.

Auf diese 4 Kleinigkeiten kommt es an bei der Bewerbungsmappe an2.) Die Mappe. Praktisch und handlich sind zweiteilige Bewerbungsmappen sowie Mappen mit Klemmschienen. Beide ermöglichen es dem Personaler, in der Mappe zu blättern und bei Bedarf einzelne Blätter zu entnehmen. Dreiteilige Bewerbungsmappen sowie gebundene Bewerbungsunterlagen sehen elegant aus und vermitteln einen professionellen Eindruck, sind jedoch unpraktisch. Tabu sind Schnellhefter mit gelochten oder in Klarsichthüllen verpackten Kopien. Bei der Farbe sollte sich der Bewerber für gedeckte Farben wie dunkelblau, dunkelrot, grau oder beige entscheiden. Weiße Bewerbungsmappen sind bei einigen Personalern unbeliebt, schwarze Mappen fallen nicht weiter auf. Auf Bewerbungsmappen in schrillen und grellen Farben sollte der Bewerber nur dann zurückgreifen, wenn er sich um eine sehr kreative Position bewirbt, ansonsten gelten solche Mappen als eher unpassend.

3.) Die Unterlagen. Für die Unterlagen sollte der Bewerber immer hochwertiges Papier in einem einheitlichen Format verwenden. Buntes Briefpapier, gekauft oder selbst am Computer entworfen, hat in einer Bewerbung jedoch nichts zu suchen. In die Bewerbungsmappe werden der Lebenslauf sowie Zeugniskopien eingeheftet. Wird ein Deckblatt verwendet, ist dieses die erste Seite, die sogenannte Dritte Seite wird zwischen dem Lebenslauf und den Zeugniskopien einsortiert. Die Reihenfolge der Zeugnisse und Nachweise entspricht dabei immer der Reihenfolge des Lebenslaufes, was bedeutet, dass die Zeugnisse passend zu den Stationen im Lebenslauf angeordnet werden.

4.) Noch ein Tipp. Beim Erstellen der Bewerbungsmappe kann der Bewerber am wenigsten falsch machen, wenn er sich in die Situation des Empfängers hineinversetzt. Der Empfänger erhält eine Vielzahl von Bewerbungen, die er alle bearbeiten muss. Daher freut er sich über klar strukturierte Unterlagen, die er mühelos lesen kann und die es ihm ermöglichen, schnell die Informationen zu finden, die er sucht. Dabei möchte er in der Mappe blättern können, ohne dass die Unterlagen herausrutschen oder er sie beschädigt, gleichzeitig möchte er einzelne Blätter aber auch einfach und schnell entnehmen können, um sich beispielsweise auf Kopien für ihn wichtige Stellen zu markieren. Zudem weiß er es zu schätzen, wenn die Bewerbung das Kompetenzprofil des Bewerbers bezogen auf die ausgeschriebene Stelle auf den Punkt bringt und er sich nicht durch eine dicke Mappe arbeiten muss, die zwar viele, jedoch nur wenige stellenrelevante Nachweise enthält.

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