Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Die Bewerbungsmappe dient in erster Linie der Vorstellung des Bewerbers. Dabei ist die Bewerbungsmappe jedoch nicht nur eine Ansammlung von Dokumenten, durch die der Bewerber einen ersten Eindruck von seinen fachlichen und persönlichen Kompetenzen vermittelt, sondern gleichzeitig auch die erste Arbeitsprobe, die er seinem möglicherweise neuem Arbeitgeber präsentiert. Insofern kommt es bei einer Bewerbungsmappe sowohl auf die Inhalte als auch auf die äußere Form an.

Für Bewerbungsmappen gibt es klare Standards

Für Bewerbungsmappen gelten einige grundlegende Anforderungen, sowohl im Hinblick auf die Inhalte als auch hinsichtlich der Gestaltung.

Inhaltlich gliedert sich die Bewerbungsmappe grundsätzlich in drei Teile, nämlich in das Anschreiben, den Lebenslauf und die Zeugnisse.

1. Das Anschreiben ist zwar ein fester Bestandteil der Bewerbung, allerdings wird das Schreiben selbst nicht in die Bewerbungsmappe eingeheftet. Grundsätzlich ist möglich, das Anschreiben mit einer Büroklammer an der Bewerbungsmappe zu befestigen, besser ist jedoch, das Anschreiben nur lose auf die Mappe zu legen. Als Grundregel gilt, dass das Anschreiben nicht länger sein sollte als eine DIN A4-Seite. Zudem sollte das Anschreiben ansprechend, klar und gut lesbar gegliedert sein, am besten, indem der Bewerber seinen Text in mehrere Abschnitte gliedert.

2. Die eigentliche Bewerbungsmappe beginnt entweder mit einem Deckblatt oder dem Lebenslauf. Wird ein Deckblatt verwendet, beinhaltet dieses üblicherweise die Angabe der Position, um die sich der Bewerber bewirbt, seine Kontaktdaten sowie das Bewerbungsfoto. Einige Bewerber ergänzen das Deckblatt zudem um eine Inhaltsangabe der Bewerbungsmappe. Wird kein Deckblatt verwendet, beginnt die Bewerbungsmappe mit dem Lebenslauf, auf dem das Bewerbungsfoto dann traditionell oben rechts platziert wird. Auch für den Lebenslauf ist sehr wichtig, dass dieser klar gegliedert und leicht lesbar ist. Daher wird üblicherweise ein tabellarischer Lebenslauf erstellt, der die Inhalte in einzelne, klar voneinander abgegrenzte Rubriken gliedert. Als Richtlinie für den Lebenslauf gilt, dass dieser zwei DIN A4-Seiten lang sein sollte, wobei ein verständliches und ansprechendes Layout letztlich entscheidender ist als die Länge.

3. Nach dem Lebenslauf folgen die Zeugniskopien. Hierbei ist es allerdings nicht notwendig, wirklich alle vorhandenen Zeugnisse beizulegen. Insbesondere für Schul- und Ausbildungszeugnisse gilt, dass diese nur dann beigelegt werden sollten, wenn der Bewerber ansonsten über keine oder nur sehr wenige Arbeitsnachweise verfügt. Ein Bewerber, der bereits viele Jahre Berufserfahrung und entsprechend viele Arbeitszeugnisse mitbringt, benötigt nur das Schulzeugnis, das seinen höchsten Abschluss belegt. Zeugnisse von Diplomen oder Examen werden nur beigelegt, wenn sie jünger sind als zehn Jahre. Arbeitszeugnisse hingegen werden immer und unabhängig von ihrem Alter beigelegt, denn sie gelten als Nachweise für die Angaben im Lebenslauf. Zudem interessieren sich Arbeitgeber natürlich dafür, wie andere Arbeitgeber den Bewerber und dessen Leistungen bewerten. Für die Reihenfolge der Kopien gilt, dass diese den Angaben im Lebenslauf entsprechen muss. Da Lebensläufe heute meist gegenchronologisch verfasst werden, werden auch die Zeugnisse in umgekehrter Reihenfolge in die Mappe einsortiert, beginnend also mit dem jüngsten Zeugnis.

Für die äußere Form gilt, dass die Bewerbungsmappe ansprechend und ordentlich sein muss. Je nach Branche ist dabei ein unterschiedlich hohes Maß an Kreativität erlaubt. Während in sehr kreativen und modernen Branchen durchaus auch ein etwas ausgefalleneres Design erlaubt ist, sollten Bewerbungsmappen in klassischen und konservativen Branchen ebenso klassisch und konservativ sein.

Saubere Unterlagen ohne Knicke, Eselsohren oder Flecken sind bei Bewerbungsmappen dabei jedoch in jedem Fall oberste Pflicht. Schließlich dürfte es schwer sein, den Arbeitgeber von Sorgfalt, Pflichtbewusstsein und einer strukturierten Arbeitsweise zu überzeugen, wenn eine wild zusammen gewürfelte Sammlung loser, verschmutzter Blätter auf seinem Schreibtisch landet. Zudem gilt allgemein, dass die Unterlagen immer mit blauer Tinte unterschrieben werden.

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