Update: So schreiben Sie Bewerbungen die Sie ins Vorstellungsgespräch bringen (Präsentation).

Bei der Initiativbewerbung handelt es sich um eine Form der Bewerbung, die keinen Bezug auf ein konkretes Stellenangebot nimmt. Der Bewerber wartet also nicht ab, bis sich eine interessante Stelle in den Stellenbörsen findet, sondern schreibt Unternehmen, für die er gerne tätig werden möchte, von sich aus an. Insofern unterscheidet sich die Vorgehensweise bei einer Initiativbewerbung deutlich von der Vorgehensweise bei einer klassischen Bewerbung.

Bei einer normalen Bewerbung geht es darum, aufzuzeigen, weshalb gerade der Bewerber die ideale Besetzung für die ausgeschriebene Stelle ist. Das bedeutet, der Bewerber bezieht sich in seiner Bewerbung auf das Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle und des Unternehmens und versucht sein eigenes Kompetenzprofil so zu präsentieren, dass das Anforderungsprofil und sein Kompetenzprofil so weit wie möglich zueinander passen. Bei einer Initiativbewerbung geht es darum, das eigene Kompetenzprofil so darzustellen, dass es den Wünschen und Bedürfnissen des Unternehmens gerecht wird. Das bedeutet, der Bewerber zeigt letztlich auf, in welcher Form und aus welchen Gründen beide Seiten von einer Einstellung profitieren. Dazu formuliert der Bewerber einerseits seine Ziele und erklärt, weshalb er diese Ziele in dem entsprechenden Unternehmen verwirklichen möchte. Andererseits zeigt er seine Kompetenzen und Stärken auf und begründet damit, in welcher Form er sich gewinnbringend für das Unternehmen einbringen kann.

Eine Initiativbewerbung bietet einige Vorteile …

Die Vorteile einer Initiativbewerbung liegen auf der Hand. So landet die Bewerbung nicht auf dem Stapel mit den vielen anderen Bewerbungen, die sich auf ein kürzlich veröffentlichtes Stelleninserat beziehen. Zudem zeugt die Initiativbewerbung von Haus aus von Engagement, Initiative und auch Selbstbewusstsein. Ein weiterer Vorteil für den Bewerber besteht darin, dass sich dieser nicht an den vorgegebenen Voraussetzungen und Anforderungen aus einer Stellenanzeige orientieren muss, sondern seine Qualitäten und Stärken so präsentieren kann, wie ihm dies für die angestrebte Position am günstigsten und sinnvollsten erscheint.

… hat aber auch negative Aspekte

Allerdings hat eine Initiativbewerbung auch Schattenseiten. So ist es deutlich aufwändiger eine Initiativbewerbung zu verfassen, als eine klassische Bewerbung. Der Bewerber muss nicht nur geeignete Unternehmen finden, die für ihn als mögliche neue Arbeitgeber in Frage kommen, sondern sich auch darüber im Klaren sein, was er eigentlich möchte, was er einem Unternehmen für eine solche Tätigkeit zu bieten hat und all dies glaubhaft und überzeugend auf den Punkt bringen. Hinzu kommt, dass Unternehmen zwar allgemein positiv auf Initiativbewerbungen reagieren, allerdings aufgrund einer ansprechenden Bewerbung nur in den seltensten Ausnahmefällen neue Stellen schaffen werden. Für den Bewerber bedeutet das, dass er in vielen Fällen zunächst in einer Bewerberdatenbank landen und das Unternehmen erst dann auf seine Bewerbung zurückgreifen wird, wenn eine Stelle zur Disposition steht.

Absagen sind durch beide Seiten möglich

In den meisten Fällen wird der Bewerber auf eine Initiativbewerbung daher auch nur eine indirekte Absage erhalten. Eine direkte Absage ist bei Initiativbewerbungen eher selten und normalerweise nur dann der Fall, wenn das Unternehmen auch langfristig keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten für den Bewerber sieht. Die Bewerbungsunterlagen müssen bei einer Initiativbewerbung jedoch auch im Fall einer endgültigen Absage nicht unbedingt an den Bewerber zurückgeschickt werden, da er sie unaufgefordert eingereicht hat. Üblicherweise verschicken Unternehmen bei Initiativbewerbungen indirekte Absagen. In einem solchen Schreiben weisen sie dann darauf hin, dass sie derzeit keine Stelle anbieten können, die den Wünschen und Vorstellungen des Bewerbers entspricht und zu seinem Profil passt. Gleichzeitig erklären sie jedoch, dass die Bewerbung des Bewerbers möglicherweise bei einer späteren Stellenbesetzung berücksichtigt werden kann.

Ebenso wie ein Unternehmen kann natürlich auch ein Bewerber seine Initiativbewerbung zurückziehen, beispielsweise weil er eine Zusage bei einem anderen Unternehmen erhalten hat. In diesem Fall genügt ein kurzer Brief, der jedoch höflich sein sollte, denn möglicherweise wird es notwendig, sich später doch noch einmal bei diesem Unternehmen zu bewerben.

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